# Körperschaftsteuer 2026: Steuersatz und Regeln in Österreich

Die Körperschaftsteuer (KöSt) beträgt in Österreich auch im Kalenderjahr 2026 konstant 23 Prozent. Erfahren Sie hier alles Wichtige zur Berechnung, der GmbH-Mindeststeuer sowie den geplanten Reformen ab 2028.

**Published:** 2026-07-05  
**Updated:** 2026-07-05  
**Source:** https://aztajournal.com/at/koerperschaftsteuer-oesterreich-2026

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> Dieser Leitfaden bietet eine präzise Übersicht zur Körperschaftsteuer in Österreich für das Kalenderjahr 2026. Sie erfahren alles über den aktuellen Steuersatz von 23 Prozent, die Berechnung der Mindest-KöSt, die Steuerbelastung bei Gewinnausschüttungen sowie die geplanten Änderungen ab dem Jahr 2028.

## Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten zur KöSt 2026

Die Körperschaftsteuer in Österreich beträgt im Kalenderjahr 2026 einheitlich 23 Prozent und wird als lineare Steuer auf das Einkommen von juristischen Personen eingehoben. Im Gegensatz zur Einkommensteuer für natürliche Personen gibt es im laufenden Jahr keine progressive Staffelung nach der Höhe des Gewinns.

1. Der Steuersatz der Körperschaftsteuer liegt im Jahr 2026 unverändert bei 23 Prozent.
2. Die Steuer ist als linearer Tarif ausgestaltet und betrifft alle steuerpflichtigen Einkünfte von Körperschaften.
3. Auch in Verlustjahren muss eine gesetzlich festgelegte Mindest-KöSt entrichtet werden.
4. Bei einer Gewinnausschüttung an Gesellschafter fällt zusätzlich die Kapitalertragsteuer an.
5. Für das Jahr 2028 ist eine Änderung mit einem zweistufigen Tarifmodell geplant.

## Wie hoch ist die Körperschaftsteuer in Österreich 2026?

Der Steuersatz der Körperschaftsteuer in Österreich beträgt im gesamten Kalenderjahr 2026 konstant 23 Prozent auf das steuerpflichtige Einkommen. Dieser Wert gilt ohne Ausnahme für alle steuerberechtigten juristischen Personen unabhängig von der Höhe des erzielten Jahresüberschusses.

Im Gegensatz zur progressiven Einkommensteuer für natürliche Personen, deren Steuersatz mit steigendem Einkommen wächst, bleibt die Körperschaftsteuer 2026 somit vollkommen linear. Jede betroffene Gesellschaft zahlt ab dem ersten Euro des versteuerbaren Gewinns exakt den gleichen Prozentsatz an das Finanzamt.

## Wie hat sich der KöSt-Steuersatz historisch entwickelt?

Die Belastung durch die Körperschaftsteuer wurde in den vergangenen Jahren schrittweise gesenkt, um den Wirtschaftsstandort Österreich im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu halten.

| Zeitraum | KöSt-Steuersatz in Österreich |
| --- | --- |
| Bis zum Jahr 2022 | 25,0 % |
| Kalenderjahr 2023 | 24,0 % |
| Kalenderjahr 2024 | 23,0 % |
| Kalenderjahr 2025 | 23,0 % |
| Kalenderjahr 2026 | 23,0 % |
| Ab dem Jahr 2028 (geplant) | 23,0 % (bis 1 Mio. Euro Gewinn) / 24,0 % (darüber hinaus) |

## Was ist die Körperschaftsteuer (KöSt) genau?

Die Körperschaftsteuer ist die gesetzlich verankerte Ertragssteuer für juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts in Österreich. Sie erfasst das gesamte Einkommen von Kapitalgesellschaften wie der GmbH, der AG oder der flexiblen Kapitalgesellschaft und behandelt per Gesetz alle Einkünfte als Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

Körperschaften, die ihren gesetzlichen Sitz oder den Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung im Inland haben, unterliegen gemäß dem Körperschaftsteuergesetz der unbeschränkten Steuerpflicht. Dies bedeutet, dass ihr weltweites Einkommen in Österreich versteuert werden muss. Ausländische Gesellschaften ohne inländischen Sitz sind hingegen nur beschränkt steuerpflichtig mit ihren spezifischen inländischen Einkünften.

## Wie viel Mindest-KöSt fällt für eine GmbH an?

Die Mindest-KöSt ist eine gesetzliche Mindeststeuer für Kapitalgesellschaften, die selbst dann fällig wird, wenn das Unternehmen Verluste schreibt oder keinen Gewinn erzielt. Sie beträgt für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung standardmäßig 500 Euro pro Kalenderjahr.

- Die quartalsweise Vorauszahlung bei der Mindest-KöSt beträgt für eine GmbH genau 125 Euro.
- Die jährliche Mindeststeuer beläuft sich somit auf insgesamt 500 Euro.
- Diese Steuer ist auch in wirtschaftlich schwierigen Jahren mit negativen operativen Ergebnissen zu entrichten.
- Gezahlte Mindeststeuern gehen nicht verloren, sondern werden in den Folgejahren wie eine Vorauszahlung auf eine tatsächliche Körperschaftsteuerschuld angerechnet.

## Wie hoch ist die Steuerbelastung bei einer Gewinnausschüttung?

Die tatsächliche Steuerbelastung von Unternehmensgewinnen erhöht sich deutlich, sobald die erwirtschafteten Erträge aus der Gesellschaft an die beteiligten Gesellschafter fließen. Der Gewinn durchläuft dabei zwei getrennte Stufen der Besteuerung.

1. Zuerst versteuert die Gesellschaft den Gewinn auf Unternehmensebene mit der linearen Körperschaftsteuer von 23 Prozent.
2. Bei der anschließenden Ausschüttung an eine natürliche Person fällt zusätzlich die Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent an.
3. Durch das Zusammenwirken beider Steuern ergibt sich bei einer Vollausschüttung eine effektive Gesamtsteuerbelastung von rund 44,18 Prozent.

## Welche Änderungen sind bei der KöSt ab 2028 geplant?

Ab dem Jahr 2028 plant der österreichische Gesetzgeber eine Neuausrichtung der Körperschaftsteuer, die auf den Entwürfen des Budgetbegleitgesetzes 2027/2028 der Bundesregierung basiert. Diese Reform sieht erstmals eine Abkehr vom rein linearen System für alle Gewinnklassen vor.

Der geplante Tarif ab 2028 sieht vor, dass Gewinne bis zu einer Grenze von einer Million Euro weiterhin mit dem günstigen Satz von 23 Prozent besteuert werden. Für jene Gewinnanteile, die den Betrag von einer Million Euro überschreiten, soll der Steuersatz künftig auf 24 Prozent angehoben werden. Kapitalgesellschaften mit sehr hohen Erträgen müssen sich daher langfristig auf eine höhere Steuerbelastung einstellen.

### Wie hoch ist die KöSt in Österreich 2026?

Der Steuersatz der Körperschaftsteuer liegt im gesamten Kalenderjahr 2026 in Österreich bei 23 Prozent.

### Wann muss eine GmbH die Mindest-KöSt bezahlen?

Die Mindest-KöSt ist quartalsweise mit jeweils 125 Euro zu entrichten und fällt auch dann an, wenn die GmbH Verluste macht.

### Wie viel Steuer zahlt man bei der Ausschüttung von GmbH-Gewinnen?

Unter Einbeziehung von 23 Prozent Körperschaftsteuer und 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer liegt die Gesamtbelastung bei rund 44,18 Prozent.

### Welche Rechtsformen müssen Körperschaftsteuer bezahlen?

Juristische Personen wie die GmbH, die Aktiengesellschaft (AG) sowie die flexible Kapitalgesellschaft (FlexKapG) unterliegen der Körperschaftsteuer.
