# Lohnsteuer in Österreich berechnen: Brutto oder Netto als Basis?

Die Lohnsteuer in Österreich basiert weder auf Brutto noch Netto sondern auf der gesetzlichen LSt-Bemessungsgrundlage. Erfahren Sie, wie Sie diese berechnen.

**Published:** 2026-07-05  
**Updated:** 2026-07-05  
**Source:** https://aztajournal.com/at/lohnsteuer-berechnen-brutto-netto

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> Dieser Ratgeber erklärt präzise, wie die Lohnsteuer in Österreich berechnet wird. Sie erfahren, warum weder das Bruttogehalt noch der Nettoverdienst die direkte Basis für die Steuerklassen darstellt, wie sich die gesetzliche Bemessungsgrundlage zusammensetzt und welche Tarife im Kalenderjahr 2026 gesetzlich gelten.

## Auf einen Blick: Bezieht sich die Lohnsteuer auf Brutto oder Netto?

Die Lohnsteuer in Österreich bezieht sich weder direkt auf das Bruttogehalt noch auf den Nettoverdienst. Stattdessen bildet die gesetzlich definierte Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage die steuerliche Berechnungsbasis, die genau zwischen diesen beiden Werten liegt.

- Das Bruttogehalt ist der Ausgangspunkt der Berechnung, wird jedoch vor der Besteuerung um Pflichtbeiträge gemindert.
- Die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers und anerkannte Freibeträge verringern das steuerrelevante Einkommen vorab.
- Die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage ist der verbleibende Betrag, auf den der progressive Steuertarif angewendet wird.
- Der tatsächliche Netto-Auszahlungsbetrag entsteht erst nach Abzug der ermittelten Steuer und der Berücksichtigung von Absetzbeträgen.

## Was ist die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage (LSt-BMG)?

Die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage ist die gesetzlich definierte steuerpflichtige Basis des Arbeitslohns, von der nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und Freibeträge die Steuer berechnet wird. Sie repräsentiert das um abzugsfähige Ausgaben bereinigte Bruttogehalt für den jeweiligen Lohnzahlungszeitraum.

Gemäß § 66 Abs. 1 und 2 EStG 1988 wird die Lohnsteuer durch die Anwendung des Einkommensteuertarifs auf das hochgerechnete Jahreseinkommen ermittelt. Die exakte mathematische Berechnung der LSt-BMG erfolgt Schritt für Schritt nach einem gesetzlich festgelegten Schema.

1. Feststellung des Bruttogehaltes als laufendes Entgelt des Arbeitnehmers im Abrechnungszeitraum.
2. Abzug der Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers, die Pflichtbeiträge zur Pensions-, Kranken-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung umfassen.
3. Abzug der Pendlerpauschale gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zur Verringerung der steuerlichen Bemessungsgrundlage.
4. Abzug weiterer Freibeträge laut einem amtlichen Freibetragsbescheid oder für Gewerkschaftsbeiträge.
5. Das Ergebnis dieser Berechnung bildet die LSt-Bemessungsgrundlage, auf die der Steuertarif angewendet wird.

## Die Lohnsteuertabelle für Österreich 2026

Die Steuerklassen in Österreich werden jährlich im Rahmen der Abschaffung der kalten Progression an die Inflationsrate angepasst. Die gesetzlichen Tarifstufen gemäß § 33 Abs. 1 EStG 1988 wurden für das Kalenderjahr 2026 spürbar angehoben, um die Steuerzahler gezielt zu entlasten.

| Einkommensteil (jährliche LSt-BMG) | Grenzsteuersatz |
| --- | --- |
| Bis 13.539 € | 0 % |
| Über 13.539 € bis 21.992 € | 20 % |
| Über 21.992 € bis 36.458 € | 30 % |
| Über 36.458 € bis 70.365 € | 40 % |
| Über 70.365 € bis 104.859 € | 48 % |
| Über 104.859 € bis 1.000.000 € | 50 % |
| Über 1.000.000 € | 55 % (befristet bis 2029) |

## Wie berechnet man den Netto-Auszahlungsbetrag?

Die Berechnung des Netto-Auszahlungsbetrags erfolgt systematisch durch die Anwendung der Steuersätze auf die Bemessungsgrundlage und den anschließenden Abzug direkter Steuergutschriften. Diese Gutschriften mindern die errechnete Steuerbelastung Euro für Euro.

- Die Tarifsteuer wird basierend auf der ermittelten LSt-Bemessungsgrundlage und den jeweiligen Tarifstufen berechnet.
- Vom errechneten Lohnsteuerbetrag werden die zustehenden Absetzbeträge wie der Verkehrsabsetzbetrag abgezogen.
- Der Familienbonus Plus wird als direkter Absetzbetrag mindernd auf die verbleibende Lohnsteuerschuld angewendet.
- Die endgültige Lohnsteuer wird vom Bruttogehalt abgezogen, nachdem bereits die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen wurden, was den Netto-Auszahlungsbetrag ergibt.

### Welche Freibeträge senken die Steuerbemessungsgrundlage vorab?

Freibeträge verringern das Einkommen, das tatsächlich versteuert werden muss, und erklären somit, warum niemals das gesamte Bruttogehalt zur Steuerberechnung herangezogen wird. Zu diesen einkommensmindernden Faktoren gehören unter anderem das Pendlerpauschale für den Arbeitsweg sowie Pflichtbeiträge an gesetzliche Interessenvertretungen.

Arbeitnehmer können zudem Werbungskosten geltend machen, die beruflich veranlasst sind und direkt die steuerliche Basis mindern. Auch amtliche Freibetragsbescheide, die vom Finanzamt auf Basis von Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen des Vorjahres ausgestellt werden, reduzieren die monatliche LST-BMG beim Arbeitgeber direkt.

### Sind die Steuerklassen in Österreich 2026 auf Brutto oder Netto bezogen?

Die Steuerklassen beziehen sich weder auf das Brutto- noch auf das Nettoeinkommen. Sie werden auf die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage angewendet, die dem Bruttogehalt abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge und Freibeträge entspricht.

### Wie hoch ist das steuerfreie Einkommen in Österreich im Jahr 2026?

Aufgrund der gesetzlichen Anpassungen zur Beseitigung der kalten Progression liegt das steuerfreie Einkommen in Österreich für das Jahr 2026 bei 13.539 Euro jährlich.

### Welche SV-Beiträge mindern die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage?

Es mindern die gesetzlichen Pflichtbeiträge des Arbeitnehmers zur Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage vor der Steuerberechnung.

### Was ist der Unterschied zwischen Bruttogehalt und Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage?

Das Bruttogehalt ist das vertraglich vereinbarte Entgelt vor Abzügen. Die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage ist die um Sozialversicherungsbeiträge und Freibeträge gekürzte Summe, die als Basis für den Steuertarif dient.
