# Lohnsteueranmeldung für Arbeitgeber: Fristen & ELSTER

Diese Übersicht erklärt die gesetzlichen Fristen, die elektronische Übermittlung per ELSTER sowie die rechtlichen Pflichten bei der Lohnsteueranmeldung für Arbeitgeber.

**Published:** 2026-07-03  
**Updated:** 2026-07-05  
**Source:** https://aztajournal.com/de/lohnsteueranmeldung-fristen-elster

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> Diese Übersicht dokumentiert die wesentlichen Vorschriften zur Lohnsteueranmeldung nach dem deutschen Steuerrecht. Arbeitgeber erfahren hier alles über die gesetzlichen Abgabefristen nach dem Einkommensteuergesetz, die elektronische Übermittlung mit ELSTER sowie mögliche rechtliche Folgen bei einer verspäteten Meldung.

Die Lohnsteueranmeldung muss spätestens am zehnten Tag nach dem Ablauf des jeweiligen Anmeldungszeitraums beim Finanzamt eingehen. Die Übermittlung hat dabei zwingend auf elektronischem Weg über das ELSTER-Portal oder eine zertifizierte Software zu erfolgen. Gleichzeitig ist die berechnete Steuer an die Finanzkasse abzuführen.

## Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten zur Lohnsteueranmeldung

Der deutsche Gesetzgeber verpflichtet Arbeitgeber zur regelmäßigen Deklaration der einbehaltenen Lohnsteuern ihrer Angestellten. Gemäß § 41a des Einkommensteuergesetzes (EStG) müssen Betriebe ihre Lohnsteuern eigenständig berechnen, anmelden und fristgerecht abführen. Die Frequenz dieser Anmeldung hängt primär von der Höhe der abgeführten Lohnsteuer des vorangegangenen Kalenderjahres ab.

### Wann und wie muss ich die Lohnsteueranmeldung übermitteln?

Arbeitgeber müssen die Lohnsteueranmeldung spätestens bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums elektronisch per ELSTER an das Betriebsstättenfinanzamt übermitteln.

Diese Frist ist eine gesetzliche Ausschlussfrist und gilt bundesweit einheitlich für alle Unternehmen. Neben der reinen Datenübermittlung muss auch die Zahlung der Steuerschuld bis zu diesem Stichtag beim Finanzamt eingegangen sein. Eine verspätete Zahlung kann sofort Säumniszuschläge nach sich ziehen.

## Was ist die Lohnsteueranmeldung gem. § 41a EStG?

Die **Lohnsteueranmeldung** ist eine steuerliche Anmeldung, mit der Arbeitgeber die einbehaltene Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer ihrer Mitarbeiter dem Betriebsstättenfinanzamt mitteilen. Sie unterscheidet sich von der jährlichen Lohnsteuerbescheinigung, die lediglich die individuellen Jahreswerte eines einzelnen Arbeitnehmers dokumentiert.

## Welche Fristen gelten für die Lohnsteueranmeldung?

Die Abgabefristen für die Lohnsteueranmeldung richten sich nach der Höhe der im Vorjahr abgeführten Lohnsteuer des jeweiligen Betriebes.

| Vorjahres-Lohnsteuer | Anmeldungszeitraum | Abgabetermin |
| --- | --- | --- |
| Über 5.000 € | Kalendermonat | 10. des Folgemonats |
| 1.081 € bis 5.000 € | Kalendervierteljahr | 10. nach Quartalsende |
| Bis 1.080 € | Kalenderjahr | 10. Januar des Folgejahres |

Diese Einteilung stellt sicher, dass kleinere Betriebe administrativ entlastet werden. Das Finanzamt prüft die Schwellenwerte regelmäßig und teilt dem Arbeitgeber eine Änderung des Zeitraums formell mit.

## Wie wird die Lohnsteueranmeldung elektronisch übermittelt?

Die Übermittlung der Lohnsteueranmeldung erfolgt verpflichtend auf elektronischem Weg mittels eines zertifizierten Zugangs über die offizielle ELSTER-Schnittstelle.

1. Registrierung im offiziellen ELSTER-Portal und Erstellung eines Sicherheitszertifikats.
2. Erfassung der Lohndaten der Mitarbeiter in einer zertifizierten Abrechnungssoftware wie DATEV oder Lexware.
3. Elektronischer Datenabgleich und automatisierte Übertragung der Anmeldung an die Finanzverwaltung.
4. Abruf des Sendeprotokolls als Nachweis für die erfolgreiche Übermittlung der Lohnsteuerdaten.

### Ausnahme Härtefall: Wann ist die Papierform noch erlaubt?

Eine papiergebundene Abgabe ist nur in seltenen Ausnahmefällen auf Antrag bei einer unbilligen Härte zulässig.

Ein Härtefall liegt vor, wenn dem Arbeitgeber eine elektronische Übermittlung wirtschaftlich oder persönlich nicht zugemutet werden kann. Dies betrifft beispielsweise Betriebe ohne die nötige technische Infrastruktur oder ältere Selbstständige ohne PC-Kenntnisse. Die Befreiung muss vorab beim zuständigen Betriebsstättenfinanzamt schriftlich beantragt werden.

## Welche Angaben muss die Lohnsteueranmeldung enthalten?

Die Anmeldung muss die Summe der einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der jeweiligen Kirchensteuern im Abrechnungszeitraum präzise ausweisen.

Dabei müssen die Beträge getrennt nach den jeweiligen Kalenderjahren aufgeteilt werden, in denen die Arbeitnehmer den Arbeitslohn bezogen haben. Auch pauschalierte Lohnsteuern, etwa für geringfügig Beschäftigte, sind in diesem Dokument zwingend anzugeben.

## Wann entfällt die Pflicht zur Lohnsteueranmeldung?

Die Pflicht zur Abgabe erlischt, sobald der Arbeitgeber keine lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer mehr beschäftigt und dies dem Finanzamt mitteilt.

Eine formlose schriftliche Mitteilung an das Betriebsstättenfinanzamt reicht hierfür in der Regel aus. Solange diese Abmeldung nicht erfolgt ist, erwartet die Behörde trotz fehlender Löhne weiterhin regelmäßige Meldungen.

## Was passiert bei verspäteter Abgabe der Lohnsteueranmeldung?

Eine verspätete Einreichung führt zu empfindlichen Verspätungszuschlägen und Säumniszuschlägen gemäß den Vorschriften der deutschen Abgabenordnung.

Das Finanzamt setzt bei Fristüberschreitungen automatisch Verspätungszuschläge nach der Abgabenordnung (AO) fest. Wird die Steuer nicht fristgerecht gezahlt, entstehen zudem Säumniszuschläge für jeden angefangenen Monat der Säumnis. Bei dauerhafter Nichtabgabe droht dem Arbeitgeber eine Schätzung der Steuerschuld durch die Behörde.

### Was passiert, wenn der 10. Tag auf ein Wochenende oder Feiertag fällt?

Fällt die Frist auf ein Wochenende oder einen gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich das Ende der Frist auf den nächsten Werktag gemäß § 108 Abs. 3 des Gesetzes über die Abgabenordnung (AO).

### Wie wird der Anmeldungszeitraum bei einer Neugründung ermittelt?

Bei einer Neugründung wird die Lohnsteuer des ersten vollen Kalendermonats auf einen Jahresbetrag hochgerechnet, um den passenden Anmeldungszeitraum für das laufende Jahr festzulegen.

### Muss ich eine Nullmeldung abgeben, wenn vorübergehend keine Lohnsteuer anfällt?

Ja, solange das Beschäftigungsverhältnis formal besteht und keine Abmeldung beim Finanzamt vorliegt, muss eine sogenannte Nullmeldung übermittelt werden.

### Welches Finanzamt ist für die Lohnsteueranmeldung zuständig?

Zuständig für die Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer ist das Betriebsstättenfinanzamt des Arbeitgebers, in dessen Bezirk sich der Betrieb oder die Betriebsstätte befindet.
